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Seit 1929
Wein ist Kunst und Leidenschaft

Rebbau hat hier seit alters Tradition. Zwischen Genfersee und Jura gedeihen die Reben in einer Landschaft mit charmanten Dörfern, wo die Spuren der Benediktinermönche und ihrer langen Geschichte noch sichtbar sind. Im Norden und Westen schützt das Juragebirge gegen die kalte Bise, auf der Südseite sorgt der See mit besonderen Lichtverhältnissen, Rückstrahlung und Temperaturregulierung für günstige Bedingungen, und Bäche durchziehen das Kulturland. Wir sind im grössten Weinbaugebiet des Waadtlands.

Die Region «La Côte AOC» umfasst zwischen Genf und Lausanne 2000 Hektar; ihre Parzellen werden bald von Wasserläufen, bald von Trockenmauern begrenzt und umrahmen Schlösser und Gutshäuser. Mittendrin entstand die Weinkellerei La Cave de la Côte, die Namen und Werte dieses Terroirs und der «Appellation d’Origine Contrôlée» (AOC) in Ehren hält. Sie verknüpft Tradition mit Innovation, pflegt eine tiefe Verbundenheit mit Boden und Handwerk, ist stolz auf Geschichte und Menschen und hat den Mut, auch einmal gegen den Strom zu schwimmen.

Geschsichte

 

Alles begann mit einer Handvoll Winzern aus Morges und Umgebung, die zusammen eine Genossenschaftskellerei gründeten. Das war 1929. Nach und nach stiessen weitere Rebbauern zu dieser kleinen Schar, schlossen sich Dörfer und Weingüter, neue Parzellen und Appellationen an: Nyon, Cossonay, Tolochenaz, Bursinel, St-Prex, Vinzel, Féchy und Perroy, Luins, Rolle und Mont-sur-Rolle, um nur einige zu nennen …

Heute vereint die Cave de la Côte 1800 Weinparzellen ganz unterschiedlicher Grösse und erstreckt sich von Lausanne bis Satigny über 450 Hektar, was einem Viertel des Weinbaugebiets von La Côte entspricht. Damit ist sie sozusagen die grösste der kleinen Genossenschaften. Oder umgekehrt – zählen doch fast 300 Weinproduzenten und mehrere Vorzeige-Weingüter des Schweizer Weinbaus dazu, wie etwa Château Malessert (Féchy) und Château de la Bâtie (Vinzel).

Nicht zu vergessen die kleineren Winzer, die ihre Identität und die Typizitäten eines jeden Rebbergs in die Genossenschaft einbringen, statt in einer grossen, anonymen Struktur mit Tendenz zur Vereinheitlichung unterzugehen. Für die Cave de la Côte ist es wichtig, jeden Wein individuell herzustellen, wobei der Winzer erste Ansprechperson und Partner des Önologen- und Kellermeister-Teams ist. Denn die Cave de la Côte gehört wirklich ihren Weinproduzenten und bleibt damit der Kernidee einer Genossenschaft treu.

Für eine im internationalen Vergleich kleine Fläche fällt die Vielfalt der Terroirs stark ins Gewicht. Das Weinbaugebiet liegt auf der Moräne des Rhonegletschers, wo sich feiner Schlick und Lehm mit Molasse-, Kalk-, Kiesel- und Sandablagerungen mischen und überlagern. In Seenähe überwiegen Kiesböden, während man am Jurafuss auf schwere Böden stösst, was die vielen AOC-Mikroklimas erklärt.

Sortenbestand

 

Noch gedeihen in der Region hauptsächlich die drei alten Rebsorten Chasselas, Pinot Noir und Gamay, doch seit der Jahrtausendwende weht ein frischer Wind, Risikobereitschaft und Innovationsdrang sind unverkennbar …

Inzwischen zählt man denn auch mehr als dreissig Rebsorten in der Region, einheimische und gebietsfremde, aber auch Neuzüchtungen, wobei die Cave de la Côte wahre Pionierarbeit leistet. Zum hiesigen Chasselas und seinen weissen Verwandten – von Chardonnay bis Viognier – gesellte sich vor allem die frühreife Rebsorte Doral, die von Chasselas und Chardonnay abstammt. Bei den Rotweinen ist die Palette vielfältiger und eindrücklicher: Zu den traditionellen Rebsorten Pinot und Gamay kamen als Neuzugänge Gamaret und Garanoir hinzu, ebenso die in unseren Breitengraden bisher noch selteneren Merlot und Cabernet Franc sowie Servagnin, eine alte, wieder eingeführte Rebsorte, ja und sogar Mara, Divico und Gallotta.

Eine neue Art des Weinbaus ist am Entstehen, und dass Qualität grossgeschrieben wird, stösst bei Beobachtern auf entschiedene Zustimmung. Der Cave de la Côte, die mit der Forschungsanstalt Agroscope und der «École du vin» von Changins zusammenarbeitet, kommt dabei eine führende Rolle zu. Neue Rebsorten und innovative Anbaumethoden werden in Partnerschaft mit den Forschern von Agroscope getestet. Dynamik prägt heute die Weinherstellung, was sich auch an den zahlreichen Auszeichnungen für Weine aus Merlot, Cabernet Franc und insbesondere Gamaret Garanoir auf nationalen oder internationalen Wettbewerben ablesen lässt. Wer hätte noch vor ein paar Jahren geahnt, wie gut sich diese Rebsorten in den Weinsektor der Region «La Côte AOC» einfügen würden!